Gemeinsames Zeugnis / Predigt

Gemeinsame Predigt

Unsere Predigtimpulse
  • Jesus, der wahre Weinstock

    2017 als Christusfest: Eine ökumenische Chance? weiter →
  • Die Vielfalt der Reben entdecken

    Wofür bin ich dem ökumenischen Partner dankbar? weiter →
  • Viele Reben, ein Weinstock

    Wie viel Einheit braucht die (weltweite) Ökumene? weiter →
  • Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen

    Was haben die Kirchen aus den konfessionellen Konflikten der Vergangenheit gelernt? weiter →
  • Wer in mir bleibt, der bringt reiche Frucht

    Wie können wir heute gemeinsam Zeugnis geben? weiter →
  • Zentrale Feier in Deutschland

    Bischöfe Feige und Manzke predigen gemeinsamweiter →
Weitere Predigthinweise

Jesus Christus als Fundament

Die Predigt sollte die Verbindung von Jesus Christus als Fundament und Zentrum der Kirche (Johannes 15) und der Gedenkfeier am 500. Jahrestag der Reformation als Teil des Weges vom Konflikt zur Gemeinschaft bedenken. Die Gemeinde soll ermutigt werden zum anhaltenden Engagement im gemeinsamen Zeugnis, im gemeinsamen Dienst und zum Gebet für die Einheit.

Christusfest

Da die Reformatoren ihre Hauptaufgabe darin sahen, Christus als „den Weg, die Wahrheit und das Leben“ in den Mittelpunkt zu stellen und die Menschen aufgerufen haben, Christus zu vertrauen, soll die Gedenkfeier der Reformation ein Christusfest sein. Christus soll gefeiert werden. Martin Luther und die anderen Reformatoren sind nur „Zeugen Jesu Christi“.

Keine Frucht ohne Reben

Christus nennt sich selbst "den wahren Weinstock", aber ein Weinstock kann ohne Reben keine Frucht hervorbringen: Christus möchte nicht ohne die Kirche sein, wie die Kirche ohne ihn nichts ist: Ohne Christus können wir nichts vollbringen.

Zeugnis und Dienst

Die Reben bedürfen ständiger Reinigung: ecclesia semper reformanda. Das besondere Augenmerk, das Johannes 15 auf die Früchte und die Reinigung der Reben legt, fordert uns heraus, uns selbstkritisch zu betrachten. Das ermöglicht es, wieder zu dem Element der Buße im Gottesdienst zurückzukommen; der Blick sollte aber eher in die Zukunft gerichtet sein: Es ist der Ruf zu immer neuer Umkehr zu Christus und zum Nächsten in der Kraft des Heiligen Geistes als Überwindung der Selbstzentriertheit der Menschen wie auch der Kirchen. Auch hier können die Imperative mit ihrer Beschreibung dieses Aufrufs zur Umkehr und zur Einheit hilfreich sein.

Der wahre Weinstock

Es gibt nur einen wahren Weinstock. Alle Reben sind Reben dieses einen Weinstocks, und so sind wir aufgerufen zur Einheit. Wenn wir näher zu Christus kommen, kommen wir auch einander näher. Das Johannes-Evangelium ist auf die Gemeinschaft mit Christus gerichtet, der das Antlitz der Barmherzigkeit des Vaters ist.

Bleiben

„Bleiben“: In Christus zu bleiben schließt ein, miteinander in Gemeinschaft zu sein.  Indem man in der Gemeinschaft bleibt, der Gemeinschaft und Versöhnung verpflichtet, geschieht es, dass gute Frucht entsteht. Einen guten Baum erkennt man an seinen guten Früchten. Ein guter Baum ist einer, der nicht in sich selbst gespalten ist.

Einssein

„Einssein“ im Ziel und im Dienst bezeugt Gott, der die Liebe ist. „Dass alle eins seien, damit die Welt glaubt…“ (Johannes 17).

Gliederung der Predigt

Kapitel 5 des Buches Vom Konflikt zur Gemeinschaft kann besonders hilfreich dabei sein, eine Gliederung für eine gemeinsame Predigt zu erstellen, da es einige Zusammenfassungen enthält.

Weg vom Konflikt zur Gemeinschaft

Da die Predigt (oder die beiden Predigten) nicht zu lang sein sollte(n), sollte(n) der/die Prediger sich auf Johannes 15 und die Verbindung mit dem Weg vom Konflikt zur Gemeinschaft - wie oben beschrieben - konzentrieren. Zur Veranschaulichung können Elemente des Dankes und der Buße verwendet werden, die bereits früher im Gottesdienst aufgenommen wurden, ebenso können Erfahrungen der jeweiligen Gemeinde erwähnt werden. Es sollten jedoch nicht zu viele Punkte angesprochen werden. Die Predigt sollte ein klare Linie haben: Sie soll sich auf Christus konzentrieren, auf das Zeugnis für Christus, das Streben nach der Einheit des einen Weinstocks und der Sendung zu gemeinsamem Dienst mit und für andere in Gemeinschaft mit Christus.

Fünf Imperative

Die Prediger können auch über die Fünf Imperative aus Kapitel 6 sprechen. Diese Imperative können im Zusammenhang mit dem lokalen Kontext weiterentwickelt werden.

ecclesia semper reformanda

Christus nennt sich selbst "den wahren Weinstock", aber ein Weinstock kann ohne Reben keine Frucht hervorbringen: Christus möchte nicht ohne die Kirche sein, wie die Kirche ohne ihn nichts ist: Ohne Christus können wir nichts vollbringen.

Gemeinsame Verpflichtung

Diese Gemeinschaft oder Beziehung zueinander ist nicht nur eine individuelle, sondern auch eine gemeinschaftliche. Sie spiegelt sich in der gemeinsamen Verpflichtung und im gemeinsamen Zeugnis, in einem gemeinsamen Ziel und im gemeinsamen Dienst in der Welt und für die Welt und mit der Welt.

Nichts ohne Christus

Das Herzstück dieses Texts ist die Feststellung, dass wir ohne Christus nichts vollbringen können. Christus ist der Mittelpunkt. Unser  Weg des Glaubens, unser gemeinsamer Weg, unsere Verpflichtung zum gemeinsamen Zeugnis und zum gemeinsamen Dienst: all das  hat seinen Ursprung in Jesus Christus.

Unsere Empfehlung

Dieses Glaubenslied wurde 1524 von Martin Luther gedichtet. Sie können aber natürlich auch das Apostolische Glaubensbekenntnis sprechen. Hier werden dann allerdings katholische Christen „heilige katholische Kirche“ und evangelische Christen „heilige christliche Kirche“ sprechen.