2017 gemeinsam unterwegs!

Dank

Rund 15000 Personen haben 32 Wochen lang auf der Webseite www.2017gemeinsam.de das lutherisch/römisch-katholische Dialogdokument "Vom Konflikt zur Gemeinschaft" gelesen, kommentiert und diskutiert. Zudem haben 62 bekannte Personen aus Gesellschaft und Kirche Fragen der Woche zu Themen des Papiers beantwortet. Diese Beteiligung imponiert uns, und wir danken allen Besucherinnen und Besuchern der Webseite - vor allem jenen, die einen der weit über 1000 Kommentare hinterlassen haben. Besonders freut uns, dass sich evangelische und katholische Christinnen und Christen gleichermaßen beteiligt haben. Es besteht ein Interesse daran, über die Konfessionsgrenzen hinweg darüber ins Gespräch zu kommen, was wir in den letzten 50 Jahren ökumenisch erreicht haben und wie wir uns gemeinsam auf 2017 vorbereiten.

Erfahrungen

Zu manchen Abschnitten haben sich umfangreiche und intensive Diskussionen entwickelt. Die verschiedenen Argumente und Erfahrungen zeigen uns das lebendige Interesse an einem ökumenischen Weitergehen. Die Frage, was wir 2017 gemeinsam machen wollen, wird in Deutschland und auf internationaler Ebene lebhaft diskutiert. Wird es ein Gedenken oder eine Feier sein? In der Diskussion auf der Webseite haben wir viele uns wohlbekannte Standpunkte wiedererkannt. Bei anderen Themen haben Sie uns neue Impulse gegeben und wertvolle Sichtweisen eröffnet. Diese wollen wir in die weiteren ökumenischen Gespräche mitnehmen. Wertvoll war zudem, dass so viele Personen des öffentlichen Lebens bereit waren, sich auch schwierigen Fragen zu stellen: Wann kommt das gemeinsame Abendmahl? Wozu braucht es die Kirche überhaupt? Daraus folgern wir, dass viele Menschen in der Kirche und mit der Kirche über diese Fragen im Gespräch bleiben wollen.

Was nun weiter? Gemeinsam unterwegs sein!

Für einige Fragen gibt es bislang keine abschließen de Antwort. Sie haben mit Ihren Kommentaren durchaus kritisch die Finger in die Wunden gelegt. Darum ist es wichtig und gut, dass unsere Kirchen noch zielstrebiger diesen Fragen nachgehen. Seit der Unterzeichnung des Ökumenismusdekrets auf dem Zweiten Vatikanische n Konzil vor genau 50 Jahren führen unsere Kirchen dieses gemeinsame Gespräch intensiv und vertrauensvoll. Wir hoffen, auch Sie machen weiter mit. Es gibt so viele Möglichkeiten vor Ort, ökumenisch ins Gespräch zu kommen und zusammenzuarbeiten. Lassen Sie uns auf dem Weg nach 2017 gemeinsam unterwegs sein!

Ihr Bischof Dr. Gerhard Feige
Ihr Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke

Abschluss-Statement von Bischof Dr. Gerhard Feige und Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke