Das Projekt

2017 feiern die evangelischen Kirchen „500 Jahre Reformation”. In den vergangenen Jahrhunderten dienten die Reformationsjubiläen vor allem dazu, das eigene Selbstverständnis zu stärken und die Trennung zur katholischen Kirche deutlich zu machen. Im Jahr 2017 soll dieses Ereignis nun erstmals so weit wie möglich ökumenisch begangen werden. Dieses Projekt ist ein Beitrag dazu, bis 2017 gemeinsam unterwegs zu sein.

Ziel

Das Projekt möchte vor allem dazu helfen, dass Christen und Christinnen aus allen Kirchen im gemeinsamen Gebet und in der Feier des Gottesdienstes das Jahr 2017 begehen können. Im Mittelpunkt steht daher der gemeinsame Gottesdienst, der von der Liturgischen Arbeitsgruppe der Lutherisch/Römisch-katholischen Kommission für die Einheit im Anschluss an das Dokument „Von Konflikt zur Gemeinschaft“ entworfen worden ist. Er wird zum einen durch Hinweise auf das Dialogdokument erschlossen. Zum anderen werden regelmäßige Predigtimpulse veröffentlicht, die von den Benutzern kommentiert werden können. Darüber hinaus werden auch andere Gottesdienstentwürfen vorgestellt, die zahlreiche Anregungen geben können, um das Jahr 2017 in den Gemeinden gemeinsam zu begehen.  

Geschichte

Entstanden ist das Projekt aus einer (ursprünglich lutherischen und dann ökumenisch erweiterten) Arbeitsgruppe, die das das Dokument „Von Konflikt zur Gemeinschaft“ der Lutherisch/Römisch-katholischen Kommission für die Einheit aus dem Jahr 2013 bekannt machen wollte. Es wird getragen vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes auf evangelischer Seite und dem Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik auf katholischer Seite. Eröffnet wurde es am 23.04.2014 von Bischof Gerhard Feige, Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, und Landesbischof Karl-Hinrich Manzke, Catholica-Beauftragter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands. Für ein halbes Jahr konnte das Dokument von den Besuchern der Seite kommentiert werden. Zudem wurden bestimmte Aussagen durch Statements bekannter Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft aktualisiert. Die Resonanz auf das Projekt war so groß, dass sich die ökumenische Arbeitsgruppe, die das Projekt geplant hat, entschloss, es bis in das Jahr 2017 weiterzuführen und Anregungen zu geben, wie Christen und Christinnen auf das Jahr 2017 gemeinsam unterwegs sein können.